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Fernsehkamera Tonmischpult Konzertaufzeichnung Objektiv an einer Fernsehkamera

Berlin/Reutlingen/Tübingen

Foto: Foto: CDU / Laurence Chaperon
Michael Donth und Heike Hänsel zum Rücktritt von CDU-Chefin

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer kündigte am Montagmorgen ihren Rücktritt vom Parteivorsitz an und verzichtet damit auch auf eine Kanzlerkandidatur. Für viele Fraktionsmitglieder kam diese Entscheidung unerwartet.

Wir haben mit dem Reutlinger Bundestagsabgeordneten der CDU, Michael Donth, in einem Telefoninterview gesprochen. Was er zu Kramp-Karrenbauers Entscheidung sagt:

"Es hat mich überrascht, wie wahrscheinlich so viele. Aber es ist natürlich eine sehr honorige Entscheidung. Sie sieht, dass es in der jetzigen Situation für die Zukunft der Union nicht funktioniert", erklärt Donth.

Erste Meldungen anderer Politiker erreichten uns im Laufe des Tages ebenfalls. So erklärte die Bundestagsabgeordnete der Linken, Heike Hänsel, dass die CDU-Vorsitzende keinen überzeugenden und vor allem umsetzbaren Vorschlag für das Verhalten der CDU in Thüringen durchsetzen konnte, der sich klar und eindeutig gegen rechts abgrenze und trotzdem eine Regierungsbildung ermögliche. Kramp-Karrenbauers Rückzug sei insofern nur konsequent, so Hänsel.

Michael Donth betonte allerdings, dass der Rücktritt nicht nur dem Eklat in Thüringen geschuldet sei.

"Wir müssen eben feststellen, dass es ihr nicht gelungen ist, beim Wähler, und das zeigen ja die Umfragen zu reüssieren und da anzukommen. Auch bei manchen in unserer Partei ist diese Stimmung da gewesen", erklärt der Bundestagsabgeordnete.

Auch der Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium Thomas Bareiß äußerte sich zum Rücktritt, seiner Fraktions-Chefin:

"Auch wenn die Lage schwierig ist so bin ich auch ein stückweit stolz darauf, dass die CDU klar und deutlich sich von AfD und Linken abgrenzt. Weder eine Höcke AfD, die unumstritten außerhalb unserer demokratischen Grundordnung steht noch eine Linke, die in weiten Teilen die DDR Zeit verherrlicht und im Kern eine andere Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung möchte ist für uns ein Partner. Diese klare Haltung würde ich mir auch von SPD und Grüne wünschen," erklärt Bareiß in einer einer Pressemitteilung.

Das Rennen um die Nachfolge sei damit eröffnet, so Donth weiter. Den Posten als Verteidigungsministerin will Kramp-Karrenbauer behalten. Auch auf Wunsch von Bundeskanzlerin Angela Merkel.


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